In letzter Zeit erreichen viele Mails nach dem gleichen Schema viele unserer Kunden. Sie klingen erstmal wichtig bzw. dringend. Hier ein kleiner Auszug:
Guten Tag,
mein Name ist XXX. Bei XXXX arbeite ich mit Unternehmen in Deutschland.
Dabei prüfen wir, wie eindeutig ChatGPT, Claude und Gemini anhand der öffentlich
verfügbaren Inhalte erkennen, wofür ein Unternehmen steht und wann sein Angebot relevant
ist.
Falls Sie [NAME IHRER WEBSITE] betreuen, können Sie die Prüfung hier öffnen und die
einzelnen Analysebereiche ansehen:
[LINK ZUR ANALYSE]
Danke, dass Sie sich kurz Zeit dafür nehmen.
Beste Grüße
NAME des "Sachbearbeiters"Code-Sprache: PHP (php)
Was steht in diesen E-Mails?
Diese Mails haben fast immer das gleiche Muster:
Zunächst gibt es eine mehr oder weniger persönliche Anrede und die Frage, ob Sie für Ihre Domain bzw. Website verantwortlich sind.
Dann kommt der Hinweis, man habe die Website bereits “geprüft” und es gibt natürlich Schwachstellen.
Als nächstes folgen jede Menge toller neuer technischer Begriffe zum Thema “KI” und natürlich dürfen die großen Namen wie ChatGPT, Claude oder Gemini nicht fehlen.
Anschließend folgt ein Link zu einer Analyse oder Prüfung.
Warum diese Mails verschickt werden
Hinter solchen Mails steckt keine Behörde und keine Prüfstelle. Es ist die gute alte Kaltakquise. Meistens unerlaubt ohne vorherige Einwilligung. Ein Anbieter möchte eine Dienstleistung verkaufen und nutzt ein aktuelles Thema, um ins Gespräch zu kommen.
Das ist ein nachvollziehbares Geschäftsmodell. Neue Technik verunsichert, und Verunsicherung öffnet Türen. Nur: Eine unaufgeforderte Mail mit Prüf-Link ist kein Beleg dafür, dass mit Ihrer Website etwas nicht stimmt.
Was sagt das Gesetz dazu?
In Deutschland gilt: Werbung per E-Mail ohne Ihre vorherige ausdrückliche Einwilligung ist eine unzumutbare Belästigung. So steht es in § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).
Wer Ihnen also ungefragt Werbung schickt, bewegt sich rechtlich auf dünnem Eis. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie dazu bitte eine Anwältin oder einen Anwalt. Für den Alltag reicht aber die Kernaussage: Sie schulden solchen Mails keine Antwort.
So reagieren Sie richtig
- Link nicht anklicken. Sie wissen nicht, was dahinter liegt. Es gibt keinen Grund, das herauszufinden.
- Mail ignorieren oder löschen. Es entsteht Ihnen dadurch kein Nachteil.
- Absender blockieren, wenn weitere Mails kommen.
- Im Zweifel nachfragen. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Mail echt oder wichtig ist, leiten Sie sie an uns weiter. Wir schauen kurz drauf. Das kostet Sie nichts außer einer Minute.
Sichtbarkeit in KI-Systemen ist echte Arbeit, kein Schnellcheck
Der Kern der Sache: Ob ChatGPT und Co. Ihr Unternehmen finden und richtig einordnen, hängt von denselben Dingen ab wie die klassische Auffindbarkeit bei Google. Klare Inhalte, saubere Struktur, eindeutige Antworten auf die Fragen: Für wen ist der Web-Auftritt gedacht? Und wofür ist er da?
Das ist Handwerk und braucht eine langfristige Strategie. Eine automatische “Prüfung” per Massenmail ersetzt diese Arbeit nicht. Wie Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen wirklich funktioniert, erklären wir in einem eigenen Beitrag: Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen: Warum das dieselbe Arbeit ist wie gute SEO.
Häufige Fragen zu Werbemails rund um KI-Sichtbarkeit
Ist diese E-Mail seriös oder Spam?
Unaufgeforderte Werbemails mit Prüf-Links sind Kaltakquise, unabhängig vom Absender. Ohne Ihre vorherige Einwilligung ist solche E-Mail-Werbung nach § 7 UWG unzulässig. Seriöse Dienstleister arbeiten anders.
Muss ich auf so eine E-Mail reagieren?
Nein. Es gibt keine Pflicht zu antworten, und es entsteht kein Nachteil, wenn Sie die Mail löschen.
Was passiert, wenn ich den Link anklicke?
Im besten Fall landen Sie auf einer Verkaufsseite. Im schlechteren Fall bestätigen Sie, dass Ihre Adresse aktiv ist, und erhalten künftig mehr solcher Mails. Klicken Sie den Link deshalb nicht an.
Brauche ich eine KI-Sichtbarkeits-Prüfung für meine Website?
Eine einmalige automatische Prüfung bringt wenig. Sichtbarkeit in KI-Systemen entsteht durch dieselbe kontinuierliche Arbeit wie gute Suchmaschinenoptimierung: klare Inhalte, klare Struktur, klare Zielgruppe. Das ist eine langfristige Strategie, kein Schnelltest.
—
Landingpage-Teaser (Wir-Perspektive)
Immer öfter erhalten unsere Kunden E-Mails, die eine “KI-Sichtbarkeits-Prüfung” ihrer Website anbieten. Diese Mails verunsichern, und genau darauf setzen die Absender. Unser Rat: Link nicht anklicken, Mail löschen, im Zweifel uns fragen. Denn ob ChatGPT und Co. Ihr Unternehmen finden, ist keine Frage eines Schnelltests, sondern derselben langfristigen Arbeit, die auch gute Suchmaschinenoptimierung ausmacht. Was hinter diesen Mails steckt und wie Sie gelassen reagieren, lesen Sie hier: Verunsichernde E-Mails zur KI-Sichtbarkeit.
Content-Silo: Folgebeiträge
- Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen: Warum das dieselbe Arbeit ist wie gute SEO
Kernthese: KI-Systeme belohnen dieselben Tugenden wie Google. Klare Antworten auf “Für wen?” und “Wofür?”. Direkte Verknüpfung mit dem MaiNetCare-USP. Der wichtigste Folgebeitrag, im Hauptbeitrag bereits verlinkt. - Kaltakquise-Mails erkennen: Die typischen Muster in 5 Minuten
Kurzer, praktischer Beitrag. Erkennungsmerkmale als Checkliste, ohne einzelne Anbieter zu nennen. Gut für Verlinkung aus dem Support-Alltag. - § 7 UWG für Unternehmer: Was ungefragte Werbung darf und was nicht
Laienverständliche Einordnung, wann Werbung per E-Mail, Telefon und Post erlaubt ist. Mit Hinweis “keine Rechtsberatung”. Zieht Suchverkehr von Betroffenen an.